Die Grunddüngung ist der Schlüssel zum Rapsanbau

2026. August 12., Mittwoch

Die Grunddüngung ist der Schlüssel zum Rapsanbau

Der August ist die Zeit für die Grunddüngung von Raps. Die Grunddüngung ist nicht nur eine Grundvoraussetzung für hohe Erträge, sondern auch für eine angemessene Erntesicherheit. Dazu muss man natürlich die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Bodens sowie den verfügbaren Nährstoffgehalt und den spezifischen Nährstoffbedarf von Raps kennen (Tabelle 1). Die aktuellen Modelle zur Nährstoffversorgung schätzen auf der Grundlage der oben genannten Faktoren die Menge der auszubringenden Nährstoffe, also den Düngerbedarf. Letzterer kann – abhängig von den jeweiligen Bodeneigenschaften – sogar mit den vom jeweiligen Ertrag aufgenommenen Wirkstoffmengen (spezifischer Bedarf multipliziert mit dem Ertrag) übereinstimmen (meistens liegt er jedoch darüber oder darunter).

Aus Tabelle 1 geht hervor, dass Raps eine nährstoffbedürftige Pflanze ist. Anhand der Zahlen lässt sich feststellen, dass Raps grundsätzlich eine kaliumreiche NPK-Mischung benötigt, was sich jedoch je nach Phosphorversorgung des Bodens ändern kann (Tabelle 2). Gleichzeitig ist auch der Bedarf von Raps an Kalzium, Magnesium und Schwefel keineswegs zu vernachlässigen. Daher lohnt es sich, sich über den Kalzium-, Magnesium- und Schwefelgehalt der einzelnen NPK-Mischungen zu informieren, um diese bereits im Herbst bzw. am Ende des Sommers zumindest teilweise ausgleichen zu können.

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Das neu entwickelte Öko-Power Max (NPK 8-16-24+4,7S + Trichoderma asperellum) enthält nicht nur Nährstoffe, sondern auch einen mikroskopisch kleinen Pilz, der zahlreiche positive Wirkungen hat. Es hilft beim Abbau von Ernterückständen und trägt so zum Kohlenstoffkreislauf bei; die regelmäßige Anwendung trägt zur Erhöhung des Gehalts an organischer Substanz (Humus) im Boden bei. Die in den Ernterückständen gebundenen Nährstoffe können schneller aufgenommen werden, sodass die Pflanzen wertvolle, im Zukauf teure, Pflanzendüngung erhalten. Es aktiviert die natürlichen Abwehrmechanismen der Kulturpflanzen, steigert die Stresstoleranz der Pflanzen (Trockenheit), ihr Wachstum (größeres, verzweigteres Wurzelsystem) und ihre Widerstandsfähigkeit und verbessert die Nährstoff- und Wasseraufnahme. Es parasitiert eine Reihe phytopathogener Pilze und hemmt deren Ausbreitung durch antibiotikähnliche Verbindungen, wodurch die Kosten für den Pflanzenschutz gesenkt werden können.

Im Zusammenhang mit der Grunddüngung darf auch nicht vergessen werden, dass Raps im Herbst nicht nur Phosphor und Kalium, sondern auch Stickstoff aufnimmt. Eine Stickstoffzufuhr vor der Aussaat (oder als Starterdüngung) ist ebenfalls erforderlich, um eine angemessene Entwicklung des Bestands im Herbst zu gewährleisten. Falls die zu diesem Zeitpunkt erforderlichen 35–50 kg/ha Stickstoff nicht über den Mehrnährstoffdünger ausgebracht werden konnten, kann dieser als Starterdünger nachgereicht werden. Hierfür stehen mehrere geeignete Präparate zur Verfügung. Sofern der pH-Wert des Bodens kein besonderes Problem darstellt (d. h. er ist nicht übermäßig sauer) und nur eine geringe Menge an Kalzium und Magnesium zugeführt werden muss, ist Pétisó die richtige Wahl. Auf sauren Böden eignet sich Green Max hingegen hervorragend zur Anhebung des pH-Werts oder zur Zufuhr großer Mengen an Kalzium und Magnesium. Beide Produkte weisen einen hohen Dolomitgehalt auf (228 bzw. 550 kg/t). Man sollte die negativen Auswirkungen des pH-Werts des Bodens auf die Nährstoffverfügbarkeit, die Bodenstruktur und den Wasserhaushalt nicht außer Acht lassen. In sauren Böden beispielsweise sinkt die Phosphoraufnahme um ca. 50 %, ganz zu schweigen davon, dass wahrscheinlich Kalzium der limitierende Nährstoff sein wird, was den Ertrag bestimmt (in diesem Fall verringert). All dies wird sich so lange nicht ändern, bis sich der pH-Wert des Bodens in Richtung Neutralität (pH 7) verschiebt, was nur durch die Zufuhr von Kalzium (und gegebenenfalls Magnesium) erreicht werden kann.

Die Stickstoffzufuhr lässt sich auch mit der Zufuhr von Schwefel und Kalzium kombinieren. Pétisó+S 24-12 oder Pétisó S-Max 20-18 enthalten neben Stickstoff auch Kalzium und Schwefel. Durch deren Einsatz können bereits im Herbst kleinere oder größere Mengen an Kalzium und Schwefel ausgebracht werden. Denken Sie daran, dass Schwefel nicht nur bei der Ölbildung, sondern auch bei der Entwicklung von Stängelfestigkeit und Widerstandsfähigkeit eine Rolle spielt. Zudem ist für die Aufnahme von jeweils 10–12 kg Stickstoff die Aufnahme von 1 kg S erforderlich. Wenn die Schwefelversorgung des Bodens nicht gewährleistet ist – sei es aufgrund von Auswaschung in tiefere Bodenschichten bei lockeren Böden durch stärkere Herbst- und Winterniederschläge oder aufgrund von Bindung in festeren Böden mit hohem Gehalt an organischer Substanz –, ist eine Schwefelzufuhr unvermeidlich.

Selbstverständlich eignen sich die vier oben genannten Produkte (Pétisó, GreenMax, Pétisó+S, Pétisó S-Max) nicht nur im Herbst als Starterdünger, sondern sind auch im Frühjahr zur Düngung hervorragend einsetzbar, da der Bedarf von Raps an Stickstoff, Schwefel, Kalzium und Magnesium nach Beginn des Frühjahrs höher ist als im Herbst, sodass ihre Verwendung im Frühjahr eine praktische und sinnvolle Entscheidung darstellt.

Autor: Dr. Csaba Varga, Fachberater und leitender Mitarbeiter in der Entwicklungsabteilung, Nitrogénművek Zrt.