Der Nährstoffkultivator ist das Werkzeug der Profis!

2026. Juni 9., Dienstag

Der Nährstoffkultivator ist das Werkzeug der Profis!

Ziel der Nährstoffkultivierung bei Mais ist es, die notwendige Menge an Stickstoffdünger zur richtigen Zeit bereitzustellen. Dieses grundlegende Ziel wird jedoch durch weitere Aufgaben ergänzt. Denn Mais benötigt nicht nur Stickstoff, sondern beispielsweise auch Kalzium, Magnesium oder Schwefel. Darüber hinaus sind auch die unkrautbekämpfende, bodenbelüftende und wasserspeichernde Wirkung der Kultivierung nicht zu vernachlässigen.

Der Nährstoffkultivator gehört zur Grundausstattung professioneller Maisanbauer. Dies beruht einerseits auf seiner positiven Wirkung auf den Bodenzustand, andererseits auf der Ausbringung und Einarbeitung des Kopfdüngers.

Vor der Nährstoffkultivierung müssen die anzuwendende Dosis, der Zeitpunkt der Ausbringung sowie das am besten geeignete Produkt festgelegt werden. Hinsichtlich der Dosis bietet der spezifische Stickstoffbedarf von Mais eine gute Orientierung, der je nach Ertragsniveau bei 18–25 kg/t liegt. Bei niedrigeren Erträgen sollte eher der obere Wert berücksichtigt werden. Kennt man also den zu erwartenden Ertrag, lässt sich die notwendige Kopfdüngermenge relativ einfach berechnen.

Der Zeitpunkt der Ausbringung sollte so gewählt werden, dass er kurz vor der stickstoffintensiven Entwicklungsphase liegt. Idealerweise folgt darauf ein Niederschlagsereignis, auch wenn sich dies nur schwer zuverlässig vorhersagen lässt.

Doch welche Entwicklungsphasen sind besonders stickstoffintensiv?

In der folgenden Abbildung können wir diese Phasen gut erkennen – und noch vieles mehr!

Die Abbildung zeigt deutlich, dass Mais bis zum 6-Blatt-Stadium nur etwa 10 % seines Stickstoffbedarfs sowie weniger als 10 % seines Magnesium- und Schwefelbedarfs aufnimmt. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass die Trockenmasseproduktion in diesem Zeitraum deutlich unter 10 % bleibt. Das bedeutet, dass eine Nährstoffkultivierung weit vor dieser Entwicklungsphase keinen Sinn ergibt. Danach wird sie jedoch notwendig, da sowohl die Nährstoffaufnahme als auch die Bildung organischer Masse beschleunigt werden – wirklich intensiv wird dieser Prozess allerdings erst im 8–10-Blatt-Stadium. Idealerweise sollte Mais sogar zweimal kopfgedüngt werden (zwischen dem 6- und 10-Blatt-Stadium), da so eine kontinuierliche Nährstoffversorgung am besten sichergestellt werden kann. Dies wäre sowohl aufgrund der Aufteilung der Düngermengen als auch wegen der zweimaligen Bodenbearbeitung von Vorteil.

Kommen wir nun zu den Produkten.

Wie die Abbildung zeigt, folgt die Magnesium- und Schwefelaufnahme des Maises sehr eng dem Verlauf der Stickstoffaufnahme (Magnesium nahezu identisch), was auch durch die Dynamik der Trockenmassebildung bestätigt wird. Daher empfiehlt es sich, einen Stickstoffdünger zu wählen, der zusätzlich Magnesium oder Schwefel enthält. Einerseits, weil Mais von beiden Elementen erhebliche Mengen benötigt (ca. 40–60 bzw. 20–35 kg/ha), andererseits, weil in bestimmten Regionen des Landes Magnesium- und Schwefelmangel den Ertrag begrenzen.

  • Das klassische Pétisó ist universell einsetzbar, da es gleichzeitig Stickstoff, Kalzium und Magnesium liefert, den Boden nicht versauert und seine prillierte Variante auch bei niedriger Bodenfeuchtigkeit gut verfügbar bleibt.
  • Green Max liefert aufgrund seines im Vergleich zu Pétisó niedrigeren Stickstoff-, aber deutlich höheren Kalzium- und Magnesiumgehalts hervorragende Ergebnisse auf sauren, kalkungsbedürftigen Böden oder auf Flächen mit geringer Verfügbarkeit von Kalzium und/oder Magnesium.

Die Versorgung mit Magnesium ist entscheidend im Kampf gegen Hitzestress sowie für die Bildung organischer Substanz.

Wichtig ist zu beachten, dass saure Böden zu den heimtückischsten Ertragsminderungsfaktoren gehören.

Wenn eine gleichzeitige Versorgung mit Stickstoff, Kalzium und Schwefel erforderlich ist, sind Pétisó+S 24-12 oder Pétisó S-Max 20-18 die richtige Wahl. Beide Produkte sind granuliert; ersteres eignet sich für eine geringere, letzteres für eine höhere Versorgung mit Kalzium und Schwefel.

Für Anwender, die flüssige Technologien bevorzugen, empfiehlt sich die Verwendung von Nitrosol (30 % N), das auch in einer schwefelhaltigen Variante (27 % N + 3 % S) oder als mikroelementhaltige Variante (30 % N + Cu, Zn, Mn) erhältlich ist. Diese Harnstoff-Ammoniumnitrat-Lösung ist kristallklar und einfach zu handhaben, sollte bei Mais jedoch nur mit einem für Flüssigdünger geeigneten Nährstoffkultivator ausgebracht werden; sie darf nicht auf Blätter oder Stängel des Maises gelangen.

Wählen Sie für optimale Erträge und maximale Profitabilität den besten und für Ihre Bedingungen am besten geeigneten Dünger!

Pétisó, Green Max, Pétisó+S oder Pétisó S-Max!

Autor: Dr. Csaba Varga, Fachberater und leitender Entwicklungsmitarbeiter, Nitrogénművek Zrt.